Die Geschichte von Kuschelbär

 

21. Oktober 1994

Eröffnung des ersten Kuschelbär in Klein Rönnau

 

Am 21. Oktober 1994 eröffneten das Ehepaar Maren Wollschläger-Behm und Michael Behm am Plöner Eck 1 in Klein Rönnau den Spielzugladen Kuschelbär. Die Idee war auf der 56m² großen Ladenfläche neues und gebrauchtes Spielzeug zu verkaufen. "Gebrauchtes Spielzeug ist ja schließlich auch noch zu gebrauchen", sagten sich die Behms, und fügten hinzu: "Spielzeug muss nicht immer teuer sein." Die Behms ließen sich viel einfallen um ihr Geschäft zu bewerben, so gab es Kinderschminken und Maren Wollschläger-Behm und Tochter Julia Albrecht (12) spielten Kasperletheater.

 

Mitte November 1996

Umzug in das Mercedes-Jansen-Haus

 

1996 wurde den Behms ein größeres Ladengeschäft in Bad Segeberg angeboten. Eine Fläche im ehemaligen Mercedes-Jansen-Haus am Landratspark. Ende November zog Kuschelbär zum ersten Mal um.

"Ihr Sonnenstudio" und das Fahrradgeschäft "Pedal-Kraft" zogen bereits Mitte November ein.

Der Kuschelbär hatte nun 120 m² Platz um das große Spielwarenangebot zu präsentieren. Und wieder ließen sich die Inhaber etwas für ihre Kunden einfallen: Suchspiele, Aktionen, Rennauto fahren und Pony reiten standen auf dem Programm. Tochter Julia Albrecht hatte eines Tages eine tolle neue Idee. Die Geburtstagskörbe! Hier sollten Geburtstagskinder die Möglichkeit haben, sich Geschenke auszusuchen, die später von den Gästen gekauft werden. Die Idee wurde mit zwei Tischen im Ladengeschäft durchgeführt. Dieses Angebot wurde schnell gut angenommen. Jahr für Jahr erweiterten die Geschäftsleute ihr buntes Sortiment um den Kunden immer wieder neue, tolle Spielsachen anbieten zu können.

 

1. Mai 2002

Feuer im Mercedes-Jansen-Haus und Umzug in die Kirchstraße

 

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 2002 legte ein bis heute unbekannter Brandstifter ein Feuer im hinteren Bereich des Mercedes-Jansen-Haus. Alle drei Geschäfte "Ihr Sonnenstudio", "Videothek Centaurus " und "Kuschelbär" standen in Flammen!

Der Schock lag tief, doch es sollte unbedingt weiter gehen! Schon am 27.  Juni 2002 eröffnete Kuschelbär neu! Diesmal in der Kirchstraße 22, gegenüber der St. Marien Kirche. Das neue Geschäft lag jetzt noch zentraler, was viele Kunden begrüßten. Auch am neuen Standort gab es immer wieder Aktionen für jedermann, Osterhasen-Glücksrad, Prozente würfeln, Schlag den Raab spielen, Kegelbahn, köstliche Waffeln zum Stadtfest, Glühwein und Kinderpunsch in der Weihnachtszeit und vieles mehr.

 

Herbst 2012

Inhaberwechsel und Bankgespräche

 

Im Herbst 2012 entschlossen sich Maren und Michael Behm, das Geschäft im Frühjahr 2013 zu schließen. Nach 19 Jahren wollten sie etwas Neues machen, noch einmal die Richtung wechseln. Maren Wollschläger-Behm ist gelernte Heilpädagogin und liebt es, Zeit mit Kindern zu verbringen. Sie und Ihr Ehemann Michael Behm wollen nun auf dem Resthof in Mielsdorf, auf dem sie leben, Tageskinder begrüßen. "Wir können den Kindern und Tieren hier viel Platz zum Entfalten bieten." sagt Maren Wollschläger-Behm mit strahlenden Augen.

Tochter Julia Albrecht will das Geschäft übernehmen und macht sich sofort an die Arbeit, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen. Die erste große Hürde war die Kreditzusage von der Sparkasse Südholstein zu bekommen. Es war eine lange Zitterpartie auch für die Kunden. Dann endlich kam die erlösende Nachricht: Die Sparkasse Südholstein wird Julia Albrecht und das Traditionsgeschäft Kuschelbär finanziell begleiten.

 

4. Mai 2013

Neueröffnung in der Oldesloer Straße

 

Jetzt kann es in den nächsten Lebensabschnitt von Kuschelbär gehen!

Am 30. April 2013 schließen Maren und Michael Behm das Geschäft in der Kirchstraße. Schon am 4. Mai eröffnet Tochter Julia Albrecht in der Fußgängerzone Oldesloer Straße in der ehemaligen Schlecker-Filiale Kuschelbär neu! Das neue Geschäft hat eine 60 m² größere Ladenfläche, also 180m². Und es ist ebenerdig, sodass es leichter ist das Geschäft mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator zu betreten.

Außerdem hat Julia Albrecht in den knapp 7 Jahren, in denen sie bei Kuschelbär arbeitet viel gelernt und mitbekommen. So will sie in Ihrem neuen Geschäft eine Kundentoilette, eine Sitzgelegenheit und eine Kinderspielecke einrichten. Auch soll es künftig viele weitere tolle Aktionen für Jung und Junggeblieben geben. Ein Spielzugladen für die ganze Familie eben!

 

Kuschelbär wird geschlossen

Ausverkauf vom 19.04.2017-15.07.2017

 

Nach nun mehr als 25 Jahren verabschiedet sich Kuschelbär endgültig.

Julia Albrecht und ihr Mann Andreas Albrecht hatten es im Mai 2013 gewagt, in Zeiten des wachsenden Online-Handel, das Familienunternehmen weiter zu führen. Zusammen mit einem starken Team, wollten sie den Spielzeugladen in Bad Segeberg erhalten. Ziel war es einen Treffpunkt für die ganze Familie zu schaffen. So richteten sie eine Kinderspielecke, eine Kundentoilette und Sitzgelegenheiten im Geschäft ein - jeder sollte sich wohl und willkommen fühlen. Außerdem wurden mit viel Liebe und Leidenschaft zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen für jedes Alter durchgeführt. So gab es den Männerabend, Spielnachmittage, es wurde gebastelt und Vorlesungen fanden statt. Kleine Cowboys und Indianer durften Gold waschen und Indianerschätze ausgraben. Rabe Socke und Saggo Sorgenfresser waren zu Besuch. Mit Sprühkreide wurde die Fußgängerzone in ein buntes Bild verwandelt. “Wir hatten so viele tolle Momente mit unseren Kunden, das werden wir immer in positiver Erinnerung behalten”, versichern die Inhaberin und ihr Mann. “Wir sind froh und dankbar, dass wir die Tradition meiner Eltern weiterführen konnten und Vereine, Schulen, Kindergärten und viel weitere Institutionen, die für Kinder da sind oder sich für Tier- und Umweltschutz einsetzen, mit zahlreichen Sachspenden oder Rabatten unterstützen konnten”, erinnern sich Julia und Andreas Albrecht an die letzten vier Jahre. Trotzdem ist nun Schluss. “Es spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle, wieso wir nun aufhören, wie z.B. Ladendiebstahl im kleinen aber auch im professionellen Stil. Dazu kommt u.a. dass leider auch wir die wachsende Konkurrenz im Off- und Online-Handel zu spüren bekommen haben”, bedauert die Inhaberin. Kunden, die sich stationär beraten lassen, jedoch dann den vermeintlich günstigsten Preis woanders suchen, machten dem kleinen Laden zu schaffen. “Guter Service wird nicht mehr von jedem geschätzt. Wir sind auch nach dem Kauf für unsere Kunden da gewesen, haben mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Wir hoffen sehr, dass andere kleine, Inhabergeführte Geschäfte unserer schönen Stadt noch lange erhalten bleiben. Hoffentlich findet ein Umdenken statt, damit es in Zukunft immer noch die Möglichkeit für reale Einkaufserlebnisse gibt. Für uns lohnt es sich leider nicht mehr weiter zu machen”, zieht Julia Albrecht Bilanz. Als kleines Geschäft sehen die beiden Unternehmer keine Möglichkeit mehr, sich dem aggressiven Preiskampf zu stellen. „Über kurz oder lang müssten wir so viele unserer Ideale über Bord werfen, so dass wir uns am Ende nicht mehr treu bleiben würden.“

Am 15. Juli 2017 schließt Kuschelbär für immer seine Türen. Bis dahin wird es einen Ausverkauf mit satten Rabatten geben. Zum Abschied liegt dem Ehepaar noch etwas auf dem Herzen: „Wir bedanken uns ganz herzlichen bei unseren treuen Kunden, unseren Mitarbeitern und unseren Geschäftspartnern für viele tolle Jahre!“